Der Markt für nachhaltige Anlagen wächst trotz der Finanzkrise weiter. Mittlerweile werden im Deutschen Sprachraum mehr als 250 ökologisch und sozial ausgerichtete Investmentfonds angeboten, die im 2008 ein Volumen von zirka 21 Milliarden Euro erreichten. Vor Kursstürzen blieben allerdings auch sie nicht verschont. Bei den Aktienfonds kam es 2008 gemäss dem Marktbericht des Sustainable Business Institute zu Verlusten zwischen 4% und  79%. Aufgrund der zu erwartenden wirtschaftspolitischen Entwicklung und der Förderung nachhaltiger Investitionen durch die staatlichen Konjunkturpakete prognostiziert der Sarasin Sustainable Investment Guide 2009 aber trotz einem schwierigen Jahr 2009 eine grundsätzlich positive Entwicklung nachhaltiger Investments.

 

Wind turbines 
Besonders gefragt waren in den letzten Jahren Energie- und Klimafonds

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“Wir wissen, dass wir nichts wissen.” Mit der altbekannten sokratischen Erkenntnis endete das diesjährige WEF. Nicht viel, aber vielleicht ein erster Schritt zur Besserung. Weniger publikumswirksam aber interessanter ist der am 19. Februar 2009 veröffentlichte Bericht “Thirsty Energy - Water and Energy in the 21st Century” der die Zusammenhänge von Energieproduktion und knapper werdenen Wasserressourcen untersucht. Potentiell sind Konflikte zwischen der ökologischen Nachhaltigkeitsdimension - Wasserkraft als erneuerbare Energie - und der sozialen Nachhaltigkeitsdimension - Wasser als lebensnotwendige Grundressource - zu erwarten.

 

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Die Jahreskonferenz des WEF in Davos lieferte kaum neue Erkenntnisse 

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Ende Januar startete die Nachhaltigkeitsplattform proofit der Bundesämter für Umwelt und für Energie. Sie bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen vor allem wertvolle Tipps für mehr Energieeffezienz. Ihre beiden wichtigsten Elemente sind das Effizienzcheck-Tool - ein GRI-basierter Fragebogen mit Online-Auswertung - und eine Informationsbibliothek. Unser Erfahrungsbericht über die Plattform folgt später.

Treibhausgas CO2

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Kaum Wahrnehmung in der deutschsprachigen Medienlandschaft fand der in derselben Woche wie das Davoser World Economic Forum durchgeführte World Future Energy Summit in Abu Dhabi. Regierungschefs, Umwelt- und Energieminister und Unternehmer aus aller Welt trafen sich in Abu Dhabi zur mit 15′000 Teilnehmern weltgrössten Konferenz für nachhaltige Energien. Der mit 1.5 Millionen US-Dollar dotierte Zayed Future Energy Prize ging an Dipal C. Barua aus Bangladesh, der mit seinem Non-Profit Unternehmen Solaranlagen und Biogaskraftwerke in unterentwickelten ländlichen Regionen installiert.

 

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In Masdar, Abu Dhabi entsteht die weltweit erste CO2-neutrale Stadt

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Mit dem “Schmähpreis” Public Eye Swiss Award wurden dieses Jahr die Bernischen Kraftwerke BKW ausgezeichnet. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, sich einerseits in der Schweiz als nachhaltiges Musterunternehmen und “Partner für Energieeffizienz in KMU” darzustellen und andererseits 1.6 Milliarden Franken in ein neues Kohlekraftwerk in Deutschland zu investieren. Wenn Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung dermassen stark divergieren, liegt wirtschaftsethisch gesehen ein moralischer Wertekonflikt vor. Praktisch gesehen hat man es mit einem von der Nachhaltigkeitskommunikation selbst mitverursachten Glaubwürdigkeitsproblem zu tun. 

 

publiceye
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